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Volker Friebel
In der Mitte der Welt

Platzende Knospen.
Am Ufer der Milchstraße
ein Teich.

Ich habe Schnee geschoben
und Sterne, eine ganze Wiese Schnee.
Ich habe Holz gehackt und die Scheite
gestapelt am Haus.
Ich habe der Zeit gelauscht.
Ich habe meinem Atem gelauscht
in diesem Dämmerlicht.
Ich habe der Sonnenuhr Zeiger
im Schatten entdeckt.
Ich habe den Schatten des Lebens entdeckt
und nichts mehr gesucht.

Ein Frosch springt vom Ufer
hinein in die Sterne, treibt langsam
dem Grund zu.

Die Eintagsfliege
sitzt in der Mitte der Welt, reibt sich
ein Bein, sieht mich an.

 

 

Die Aufnahme in meine nächste Buchveröffentlichung ist vorgesehen.

 

 

Aktuell 04.02.2017 auf www.Quellensteine.de, Einrichtung 04.02.2017
Alle Rechte bei Volker Friebel, Tübingen